pferdisch Reitlehrer

Verantwortung. Pferdesprache. Erfolg.

Mit Pferden weiter kommen… was bedeutet das für das Reiten und den Reitunterricht? Du möchtest mit Pferden umgehen ohne Gewalt und das Handicap ‚Reiter‘ so gering wie möglich halten? Die Arbeit mit dem Pferd soll im Dialog und als Kooperation stattfinden? Dein Ziel ist die Gesunderhaltung des Pferdes und Spaß für Pferd und Reiter? Dann bist du hier richtig!

Die Reitlehrerausbildung beinhaltet fundierte Kenntnisse zur funktionalen Anatomie des Pferdes beim Reiten, der Biomechanik des Bewegungsapparates des Pferdes und den klassischen Grundsätzen der Reitlehre in Theorie und Praxis. Die Interaktion mit dem Pferd geschieht über Körpersprache, Raum und Rahmen, im Reitjargon auch Anlehnung genannt. Das gilt sowohl für die mentale als auch für die physische Verbindung zwischen Reiter und Pferd.

Der Reitlehrer ist dafür verantwortlich, zusammen mit dem Reitschüler das Pferd in den Zustand zu versetzen, einen Reiter tragen zu können. Dazu gehört die Beurteilung des Pferdes bzgl. folgender Kriterien:

  • Respekt
  • Vertrauen
  • physische Balance
  • Tragkraft
  • Muskulatur

Weitere Voraussetzungen für gesundes Reiten ist eine passende und pferdegerechte Ausrüstung.

Die Aufgabe des Reitlehrer ist es, einen angst- und stressfreie Atmosphäre zu schaffen. Er gibt dem Reitschüler und seinem Pferd den erforderlichen Rahmen und die Sicherheit, schrittweise das Reiten zu erlernen. Der Unterricht orientiert sich an dem Leistungsvermögen von Pferd und Reiter und fördert beide sinnvoll und effektiv. Dabei spielen sowohl die Didaktik als auch abwechslungsreiche Übungen und Lektionen sowie Umgebungen eine wichtige Rolle.

Die Ausbildung gibt den Teilnehmern ein großes Spektrum an Interaktionsmöglichkeiten an die Hand. Dabei steht die Sicherheit und das Wohlbefinden von Pferd und Reiter immer an erster Stelle. Guter Reitunterricht ist für alle Beteiligten, nämlich Reitschüler, Pferd und Reitlehrer gut. pferdisch.me steht für Kooperation statt Unterdrückung und Dialog statt Konditionierung.

Voraussetzungen

Die Ausbildung setzt voraus, dass der Teilnehmer die pferdisch Bodenarbeit beherrscht. Diese kann entweder im Rahmen von vier Wochenendseminaren oder einer Intensivausbildung Bodenarbeit absolviert werden:

  • pferdisch Freiarbeit – Du lernst die Pferdesprache und wie du das Pferd über deine Körpersprache bewegen kannst. Nach diesem Seminar bist du in der Lage, Respekt und Vertrauen durch Aktion und Raum einnehmen herzustellen. Dir gelingt eine friedliche Klärung der Rangordnung für einen sicheren und entspannten Umgang mit deinem Pferd.
  • pferdisch Bodenarbeit I – Hier beginnst du die Herstellung eines soliden Respekts- und Vertrauensverhältnisses am Seil. Du bekommst eine Anleitung für das gesunde Training deines Pferdes am Boden und lernst die Grundlagen der Kommunikation am Seil im Hinblick auf die Ausbildung deines Pferdes.
  • pferdisch Bodenarbeit II – Jetzt kannst du tatsächlich über die Pferdesprache dein Pferd perfekt ausbalancieren, damit es in freier Selbsthaltung taktrein arbeitet. Durch die Gymnastizierung deines Pferdes schaffst du beste Voraussetzungen für die Gesunderhaltung deines Pferdes und eurer Sicherheit. Schlïeßlich lernst du noch, deinem Pferd die Angst vor Engpässen zu nehmen.
  • pferdisch Bodenarbeit III – Als Voraussetzung zum Reiten ist die Tragkraft deines Pferdes elementar. Im Seminar zur Hinterhandaktivierung wird dein Blick geschult, damit du erkennst, wann dein Pferd aktiv aus der Hinterhand arbeitet und was dafür notwendig ist. Im Seminar lernst du eine Reihe von Übungen zum Training und zur Ausbildung der Muskulatur deines Pferdes kennen. Abwechslung und Motivation stehen hier im Mittelpunkt.
  • Alternativ zu den o.g. Seminaren kannst du auch eine Intensivausbildung Bodenarbeit absolvieren, um die Voraussetzungen für die Ausbildung zu erfüllen.

Ausbildungsinhalte in Theorie und Praxis

  • Grundlagen des sicheren Pferdehandlings
  • Ausrüstungscheck (Halfter, Trense, Gebiss, Sattel)
  • Physische Grundlagen des Pferdekörpers
  • Muskelgruppen des Pferdes und ihr Bezug zur Bewegung
  • Skala der Ausbildung eines Pferdes
  • Angepasste Bewegung und Trainingsplan für das Pferd
  • Setting und Rahmen für den Reitunterricht
  • Anforderungen an den Reitlehrer
  • Impulsbandarbeit
  • Entspannungstechniken und mentales Training
  • Sitzschulung
  • Zügelführung
  • Gangarten und Tempokontrolle
  • Gymnastizierung
  • Beizäumung und Anlehnung
  • Didaktik
  • Sicherheitsaspekte und Notfalltechniken
  • Prüfung

Zeitplan

Diese Ausbildung findet mit vier bis acht Teilnehmern statt.

Die pferdisch Reitlehrer Ausbildung dauert 3 x 6 Tage (DI-SO). Gearbeitet wird in je einer Session vormittags und nachmittags.

Beginn morgens 09:30 Uhr

Ende nachmittags ca. 17:00 Uhr

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an der Ausbildung ist ein eigenes Pferd mit passender, pferdegerechter Ausrüstung. Bei Bedarf helfe ich dir bei der Überprüfung und ggf. der Auswahl geeigneter Ausrüstung vor der Ausbildung.

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